Audemars Piguet Royal Oak: Rückblick auf 50 Jahre sportliche Eleganz

In diesem Monat Mai feiern wir einen ganz besonderen Geburtstag. Die Audemars Piguet Royal Oak begeistert seit 50 Jahren die Gemüter von Uhrenliebhabern aller Art. Eine rassige Uhr, die heute einen riesigen Erfolg hat, fast schon zu groß, da die Preise in die Höhe geschossen sind.

 



Mit einem Anstieg von über 100.000 Euro in fünf Jahren bei einigen Modellen ist die Royal Oak einer der größten Erfolge in den Auktionshäusern, wo das Investitionsfieber auf Hochtouren läuft.

 

Audemars Piguet Royal Oak: Rückblick auf 50 Jahre sportliche Eleganz

 


Die originale Royal Oak 5402ST von 1972.


Die Royal Oak wurde inmitten der Quarzkrise auf den Markt gebracht und sollte Audemars Piguet und seinen damaligen CEO Georges Golay vor dem völligen Bankrott retten. Die Zeit war reif für die gewagtesten Versuche und die verrücktesten Vorschläge. Und wer wäre besser geeignet, ein solches Projekt zu entwerfen, als der berühmte Gérald Genta, der sein Talent gerade erst bei anderen Großprojekten unter Beweis gestellt hatte.

 

Audemars Piguet Royal Oak: Rückblick auf 50 Jahre sportliche Eleganz

 

Auf der Grundlage seiner früheren Erfahrungen kreiert Gérald Genta über Nacht das Stück, das er später als das wichtigste seiner Karriere bezeichnen wird. Die achteckige Lünette und das guillochierte Zifferblatt im Stil einer kleinen Tapisserie machen die Uhr aus Stahl zu einem sofort erkennbaren Stück mit einer klaren Botschaft: Luxusuhren können ohne Edelmetalle auskommen und ein einzigartiges, modernes Design zu einem Preis bieten, der durch Exklusivität bestimmt ist.

 

Audemars Piguet Royal Oak: Rückblick auf 50 Jahre sportliche Eleganz

 


Trotz einer eher skeptischen Aufnahme in der Industrie wurde die Royal Oak schnell von Kennern geschätzt, die ihre klaren Linien, ihre beispielhafte Schlankheit (kaum 7 mm dick!) und ihr unvergleichliches Design liebten. In den folgenden Jahren setzte Audemars Piguet den Erfolg seiner neuen Linie fort und stattete die Royal Oak mit immer ausgeklügelteren Komplikationen aus, darunter die berühmte Referenz 25654ST.

 

Audemars Piguet Royal Oak: Rückblick auf 50 Jahre sportliche Eleganz

 

Die Royal Oak Calendrier Perpétuel 25654ST von 1981 (@A Collected Man).

Die größte Veränderung (im wahrsten Sinne des Wortes) für dieses ikonische Modell fand jedoch 1993 statt. Die Royal Oak Offshore, eine Steroidvariante der ursprünglichen Ikone, wurde eingeführt. Die 42 mm große Uhr aus Stahl, "The Beast", wie sie damals genannt wurde, war das Werk eines jungen Designers namens Emmanuel Geit. Er war zum Zeitpunkt des Projekts 22 Jahre alt und erinnert sich noch genau an Gérald Gentas Wut über dieses Modell, das er als seiner Arbeit unwürdig ansah.

Trotzdem begeisterte die Offshore schnell eine junge, sportliche Kundschaft und zierte die Handgelenke vieler Filmstars, allen voran Arnold Schwarzenegger.

 

Audemars Piguet Royal Oak: Rückblick auf 50 Jahre sportliche Eleganz

 

Die Royal Oak Offshore 2572 von 1993, aka "The Beast" (@Revolution Watch).

Heute entwickeln sich die beiden Linien zwar parallel zueinander mit konstantem Erfolg, aber es ist die klassische Royal Oak, die die Köpfe am meisten verdreht. Das Royal Oak-Monument in seiner schlichtesten Version ist für die breite Öffentlichkeit von immenser Anziehungskraft. Die Preise sind in den letzten fünf Jahren in die Höhe geschnellt, aber die Begeisterung für das Modell ist noch größer geworden. Die Folge: Für die neuesten Iterationen gibt es Wartelisten, die sich über mehrere Jahre erstrecken, wie z. B. für die wunderschöne 16202ST Jumbo, einen würdigen Nachfolger des Originals. Was gibt es Schöneres, als ein halbes Jahrhundert Lebensdauer zu feiern?


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